Rückblick September 2019

mit Christel Schmieling-Burow

Beruf, Berufung, Professionalität:

Potenzialentwicklung durch Art-Coaching 

Ob es sich um die Innovierung des Unterrichts oder die anstehende Entwicklung der Schule handelt:

Stets sind es die mentalen Modelle, die das Handeln der Lehrkräfte leiten sowie das persönliche Profil, das entscheidend ist für Engagement, Effektivität und Berufszufriedenheit. „Wir sind die Geschichte, die wir uns und anderen erzählen“ Damit haben wir uns in an diesem Wochenende beschäftigt und unter Anleitung von Frau Schmieling-Burow ein Selbstporträt mit Acrylfarben gemalt und uns mit unserer Geschichte und unserem Mythos auseinandergesetzt. Wir konnten in kurzen Ausschnitten eine Methode kennenlernen, die auch mit Schülern umgesetzt werden kann.

Rückblick Oktober 2018

Salutogenese - mit Theodor Petzold
Die wissenschaftliche Medizin der letzten 150 Jahre fragt an erster Stelle nach der Entstehung von Krankheiten. Vor etwa 50 Jahren tauchte die Frage nach der Resilienz auf: Wie Menschen trotz widriger Umstände gesund bleiben können. Der Stressforscher Aaron Antonovsky stellte angesichts seiner Forschungsergebnisse zur Resilienz dann die weitergehende Frage der Salutogenese: Wie können Menschen sich gesund entwickeln? (salus: Gesundheit, genese: Entstehung, Entwicklung). Diese Frage bezieht im Unterschied zur Resilienz eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Umgebung ein. 

Im Kern von Antonovskys Konzept steht der „sense of coherence“, meist übersetzt als ‚Kohärenzgefühl‘ – ein Erleben von stimmiger Verbundenheit, ein Gefühl wie Urvertrauen ins Leben. Die Frage der Salutogenese führt zur Frage nach der Selbstheilungsfähigkeit des Menschen. Dazu hat Th. D. Petzold in langjährigen Studien ein entwicklungsorientiertes systemisches Modell gesunder Selbstregulation ausgearbeitet. Wir streben lebenslang nach innerer und äußerer Stimmigkeit in unseren Beziehungen zur Umwelt, zu unseren Mitmenschen, der Kultur und der ganzen Welt. Dabei entsteht immer wieder Gesund-Sein, das ist Salutogenese.

 

Rückblick Mai 2018

 

Der Kultusminister hat das neue Projekt „Schule 2040“ gestartet. Dies hat er auch in der Antwort auf unseren Brief zum Ausdruck gebracht. Wir finden diese Idee einer Visionsgestaltung spannend und notwendig. 

Um in diesen Prozess einsteigen zu können, haben wir uns vorgestellt, ihn auch für den ABSN zu starten und uns in den nächsten zwei Jahren darauf zu konzentrieren. Unsere Idee ist, gemeinsam mit Prof. Dr. Olaf-Axel Burow ( www.olaf-axel-burow.de)  in drei Tagungen in 2019 Visionen zum Thema „Wertschätzende Schulentwicklung“ zu arbeiten. Das bedeutet auf der einen Seite unsere eigenen Positionen zu klären und auf der anderen Seite Ergebnisse dieses Prozesses in die Diskussion mit einzubringen, zu dem der Kultusminister uns auch eingeladen hat.

Wir stellen uns vor, dass man sich wegen der nötigen Kontinuität für alle drei Termin im Block anmeldet. Weiterhin möchten wir die Teilnehmerzahl begrenzen, wobei ABSN-Mitglieder natürlich Vorrang haben.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe folgen dann noch.

Rückblick Februar 2018

Neue Autorität - Einführung

Die Arbeit mit dem Konzept der Neuen Autorität hat sich in den letzten Jahren für Erziehungsverantwortliche (Eltern, PädagogInnen, LehrerInnen ...) sowohl in Krisensituationen als auch als Haltungs- und Handlungskonzept im Sinne der Wachsamen Sorge als hilfreich und wirksam erwiesen. 

Haim Omer, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv, hat dazu das Konzept der „Neuen Autorität“ entwickelt, welches zu einem großen Teil auf der Idee, Methodik und der sozialpolitischen Idee des Gewaltlosen Widerstandes von Mahatma Gandhi aufbaut.

Seit 1999 ist das Konzept in Deutschland auf ein zunehmend größeres Interesse gestoßen. Gemeinsam mit Arist von Schlippe hat Haim Omer die „Neue Autorität“ durch eine Vielzahl von Tagungen, Seminaren und mittlerweile 5 Büchern bekannt gemacht. Dabei hat es sich zunehmend zu einem systemischen Konzept entwickelt.

International ist ein Netzwerk entstanden, welches das Konzept der Neuen Autorität in Lehre und Praxis sowie Forschung ständig weiter entwickelt. 

Martin Lemme ist seit Beginn an der Entwicklung dieses Konzeptes intensiv beteiligt und stehen in engem Austausch sowohl mit Haim Omer und seinen KollegInnen in Israel als auch mit Arist v. Schlippe sowie den KollegInnen des Netzwerkes NENA (siehe Partner & Links auf www.neueautoritaet.de) und anderen. 

Uns hat die Arbeit mit Martin Lemme so begeistert, dass wir erwägen, ihn ein weiteres Mal einzuladen.

Rückblick November 2017

Das Code-Kapital

Begriffe wie Finanz- oder Humankapital müssen in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung um eine neue Dimension ergänzt werden – das Code-Kapital. Denn Algorithmen lenken längst vermeintlich freie Märkte. Stichwörter, die uns nicht unbedingt vertraut sind, die aber unser Leben und damit auch unsere Bildung beeinflussen, ohne das wir genau verstehen, was da passiert. Darüber haben wir einen Vortrag gehört und spannende Einblicke in eine neue Welt erhalten, die auch und besonders Einfluss hat auf den Umgang mit Bildung und die gute Bildung benötigt, damit ethische Grundsätze gewahrt werden und Menschen auf einen mündigen Umgang damit vorbereitet werden. 

Rückblick März 2017

Samba - Olé

An diesem Wochenende hat Wolfgang Weh mit uns Samba-Rhythmen erarbeitet. Viele von uns waren völlige Trommel-Analphabeten und doch hat er es geschafft, dass wir am zweiten Tag schon ein vollständiges Stück mit fünf Breaks spielen konnten - das war mal eine Erweiterung des Horizontes auf andere Art und Weise, weil wir in die Schülerrolle schlüpfen durften und - siehe da -  auch nicht alles immer sofort verstanden haben. 

Rückblick Oktober 2016

Unser ABSN feierte sein 20 jähriges Bestehen.

Das ist eine stolze Zahl und musste gebührend gefeiert werden.

Am Freitagabend hat uns Joachim mit seiner „Martfeld Blues Band“ unterhalten. Sie kamen mit sechs Musikern und spielten Blues und Rock aus den 60er und 70er Jahren. Es war großartig und eine gute Gelegenheit neben dem Musikgenuss das ein oder andere Glas Sekt auf den ABSN und auf uns zu trinken.

Wir haben uns, angeleitet durch das Vorbereitungsteam, mit der Vergangenheit, dem Jetzt und dem Morgen des ABSN beschäftigt und es wurde deutlich, dass der ABSN bei vielen Teilnehmern starken Einfluss auf die eigene Entwicklung genommen hat. Außerdem hatten wir Besuch von zwei weiteren Gründungsmitgliedern - Peter Henning und Gerhard Brückner – die auch noch viel Spannendes aus der ersten Zeit zu berichten hatten. 

Letztlich haben wir auch über die Zukunft gesprochen und neue Themenschwerpunkte ins Visier genommen.

Auf dem 1. Bild sind alle Gründungsmitglieder zu sehen, alle sind bis auf Peter und Gerhard noch aktive Mitglieder.

Rückblick Mai 2016

An diesem Wochenende hatten wir Christoph Winkler-Özkan zu Gast, der mit uns Übungen zum PEM-Kommunikations-Training durchgeführt hat.

 

Die eingesetzten Übungen sollten uns auf unsere natürlich angeborenen Handlungsmuster zurückführen, die uns nachhaltig von unfreiwillig bzw. unbewusst angelernten Blockaden in Kommunikation und Handeln befreien.

 

In den drei Workshop-Einheiten haben wir folgenden Themenschwerpunkte bearbeitet: Theorieteil, Spannungstraining, Emotionstraining, Körpertraining, Atemtraining)

 

Rückblick Februar 2016

Die Flüchtlingssituation in unserem Land beschäftigt die Medien und die Menschen, es wird viel diskutiert und debattiert und zum Glück hat sich eine gute Willkommenskultur etabliertAuch in Schulen ist das Thema schon längst angekommen und zwischen konzeptvollem Handeln und phantasievollem Improvisieren kann man dort alle Facetten dieses Themas beobachten.

Wir hatten Frau Karina Ibrahimova (Migrations- und Integrationsbeauftragte in der Gemeinde Wissen/Aller) zu Gast, die uns auf sehr offene und lebhafte Weise von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und ihren Projekten berichtete. Vieles davon wird auch unseren Alltag in Schule und außerhalb bereichern. 

 

Rückblick November 2015

Zum zweiten Mal konnten wir mit Friederike Heller aus Jena zusammenarbeiten. Sie hat uns den Ansatz des "Verständnisintensiven Lernens" vorgestellt, dieses Mal mit anderen Schwerpunkten. Dabei wurde der Blick darauf gerichtet, neben der eigenen Perspektive auf den Lerngegenstand auch die Perspektiven der Lernenden wahrzunehmen und diese Prozesse zu reflektieren. 

 

Rückblick Juni 2015

Wir hatten eine tolle Tagung in Jena. Wir konnten mit Dr. Friederike Heller erste Einblicke in das „verständnisintensive Lernen“ erhalten. Im Anschluss stellte uns Axel Weyrauch kurz das pädagogische Konzept der zum Schuljahr 2014/15 gegründeten staatliche Gemeinschaftsschule in Jena vor, dessen pädagogisches Konzept auf der Basis verständnisintensiven Lernens entwickelt wurde. Das Seminar fand in einem alten Umspannwerk in Jena statt, ein sehr interessantes und anregendes Gebäude. Im Selbigen war dann im Anschluss auch die Imaginata zu bestaunen, durch die wir von einem sachkundigen Studenten geführt wurden.

Alle Teilnehmer waren der Meinung, dass das Thema  „verständnisintensives Lernen“ so interessant sei, dass es sinnvoll ist, noch weiter daran zu arbeiten und Dr. Friederike Heller zu unserer nächsten Tagung einzuladen.

Unsere Herbsttagung findet am 27. Und 28. November 2015 in Walsrode statt.

Rückblick Februar 2015

Für die Februartagung des ABSN hatte dankenswerterweise

Prof. Dr. Jörg Schlee sein Kommen zugesagt. Er ist emeritierter Professor der Uni Oldenburg und unter anderem durch seine nachhaltige und praxistaugliche Arbeit im Rahmen von "KoBeSu" (Kollegiale Beratung und Supervision) bekannt. In seiner in diesem Jahr erschienenen Veröffentlichung "Schulentwicklung gescheitert - Die falschen Versprechen der Bildungsreformer" (Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2014) setzt er sich in kritischer Weise mit inzwischen weit verbreiteten und propagierten Ansätzen von nicht ausreichend reflektierter Schulentwicklung auseinander. Als Mitglieder im "Arbeitskreis Berufsbegleitung und Schulentwicklung Niedersachen e. V." haben auch wir den Gedanken der Schulentwicklung bereits seit der Gründung des Arbeitskreises im Jahr 1996 in den Blick genommen und seitdem in vielen seiner Facetten in den vergangenen 18 Jahren immer wieder ausgeleuchtet.

 

Wir durften einen spannenden Vortrag erleben, geprägt durch die lebhafte und eindringliche Art von Jörg Schlee, der uns seine Gedanken aus dem Buch noch besser verstehen ließ. Die immer wieder entstehende Diskussion mit ihm um seine Thesen war intensiv und bereichernd. 


Rückblick Oktober 2014

Am Freitagabend konnten wir ein Konzert von Joachim von Lingen mit seinen Musikerkollegen Anne und Davy hören, die gemeinsam die CD Räderwerk aufgenommen haben. Es war sehr schön, wie Joachim auch immer wieder einen Bezug zum ABSN und seiner persönlichen Entwicklung hergestellt hat. Wir habe über seine Musik viel von ihm erfahren.

Viele Teilnehmer von uns waren gemeinsam im Mai dieses Jahres in Berlin und haben in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum hospitiert und einen Vortrag in den Räumen des Projektes „Schule im Aufbruch“ gehört.

 

Am Samstag haben wir die Erlebnisse aus Berlin noch einmal Revue passieren lassen, sie gemeinsam sortiert und auch kritisch betrachtet.

Rückblick Berlin Mai 2014

"Evangelische Schule Berlin Zentrum" - "Schule im Aufbruch" -  wir hatten die Möglichkeit tiefe Einblicke in die Ideen dieses Projektes zu gewinnen. Eine Schule von Grund auf neu gedacht und im Mittelpunkt der Schüler, dessen Potentialentfaltung im Zentrum aller Ideen steht. Daher war es nur logisch, dass wir nicht nur durch die kompetente Schulleiterin, sondern auch durch die Schüler selbst am Montag die Umsetzung dieser Gedanken präsentiert bekamen. Das hat uns alle tief beeindruckt. Aber nicht nur dass diese Schule ein Leuchtturm in der Bildungslandschaft ist, die Projektgruppe "Schule im Aufbruch" hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Ideen ins Land zu tragen. Am Dienstag konnten wir erleben, wie dort Wissen, Ideen und Erfahrungen gesammelt und bearbeitet werden, um es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und ein großes Netwerk zu entwickeln. Ermutigend war zu hören, dass man nicht immer gleich den ganz großen Wurf in der Schulentwicklung wagen muss, sondern mit kleinen Schritten bereits viele Ideen umsetzten kann.

Rückblick Februar 2014

Die Ökonomisierung der Bildung war das Thema , mit dem wir uns beschäftigen haben. Matthias Burchardt, Professor für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sowie Hochschullehrer an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, hat uns seine Sicht auf 10 Jahre Dauerreform an unseren Schulen dargelegt. Bildung als Geschäftsfeld, Organisation von Schulen am Modell eines Unternehmens, Verwertbarkeitslogik sind nur einige der Stichpunkte, die zu der Fragestellung führen: Woher rührt das Unbehagen über die derzeitige Bildungspolitik, das bei vielen Lehrkräften und zunehmend auch bei ErziehungswissenschaftlerInnen festzustellen ist? Welche Interessen werden mit den Reformen verfolgt? Durch diese Diskussion sind unsere Gedanken und Ideen, die uns in der Vergangenheit geleitet haben, ganz schön durcheinander geraten.
 

Rückblick September 2013

Wir hatten mal wieder eine interessante Tagung September  2013 in Walsrode, von der alle TN sicher eine Menge mitgenommen haben. Wolfgang Loos hat mit uns auf beeindruckende und bildreiche Art und Weise zum Thema „Führung und die Entwicklung von Führungspersönlichkeit“ gearbeitet . Führungskräften wird eine Schlüsselrolle zugeschrieben, dabei sehen sie sich sehr heterogenen und zum Teil widersprüchlichen Erwartungen gegenübergestellt. Daraus resultiert eine Vielzahl von Problemen. Neben Vorgaben und Erwartungen von außen sind im täglichen Geschäft Konflikte im Team sowie schwierige Führungssituationen zu meistern. Wie kann unter diesen Umständen noch Orientierung zustande kommen und wie viel Machtkonzentration muss eigentlich sein.

 

Rückblick Mai 2013

Peter Nissen hat uns sehr fundiert und strukturiert über die Hattie-Studie informiert, die ja zurzeit in aller Munde ist. Wir haben eine Menge Argumente in die Hand bekommen, um an den Diskussionen zu diesem Thema professionell teilzunehmen.
Auch die Ausführungen von Uschi Delventhal zum Thema Autismus waren sehr spannend und berührend. Viele neue Informationen ermöglichen uns in der Zukunft einen neuen Blick auf die Betroffenen, von denen es augenscheinlich mehr gibt, als wir gedacht haben.